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Criticus

Wirklich zum Wiehern…

Das ist ja zum Wiehern: Jetzt sollen die Wiener Fiaker aus der Innenstadt verbannt werden oder deren Pferde Plastik-Hufe tragen! Nein, das ist kein verfrühter Faschingsscherz! Die Bezirksvorstehung meint es verdammt ernst! Motto: Weg mit den vierbeinigen Kutschen-Ziehern! Während die Fiaker schon lange der Kritik von diversen Tierschutzorganisationen ausgesetzt sind, überrascht die aktuelle Forderung doch. Ein Fiakerverbot, weil die Pferde mit ihren Hufen jährlich einen Schaden von 750.000 Euro anrichten würden? Die Fiaker-Vertretung schüttelt nur den Kopf und verweist auf mögliche andere Ursachen. Die „bösen“ Pferde sollen zudem den Verkehrsfluss behindern und „Bioknödel“ auf der Straße zurücklassen. Für die Säuberung dieser Hinterlassenschaften sollen künftig auch die Fiaker aufkommen. Na, das wird auch Innenminister Kickl freuen. Was macht er dann mit der neu geschaffenen Pferdepolizei? Lassen diese Tiere keine Futterreste zurück? Für 300.000 Euro muss der Bezirk selbst aufkommen, den Rest steuert die Stadt bei. Für die meist träge agierende Wirtschaftskammer gehören die Fiaker zu Wien wie das Schnitzel oder der Stephansdom. Die Fiaker würden seit mehr als 300 Jahre das Stadtbild prägen. Zudem wären die meisten Sehenswürdigkeiten eben in der Innenstadt. Der zuständige WK-Spartenobmann lehnt den Vorstoß seines Parteifreundes aus dem Innenbezirk jedenfalls kategorisch ab. Vielleicht wird eine Entscheidung bei einem Reitturnier ausgetragen?

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