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FP-Klubobmann  Anton  Mahdalik
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Interview | Politik

„Brauchen Regeln für die E-Scooter in der Innenstadt“

FP-Klubchef Anton Mahdalik fordert Rücksichtnahme im Verkehr. Der Ex-Fußballer pocht auf stärkere Förderung des Breitensports.

Dem „blauen“ Wiener Klubchef und FP-Verkehrssprecher Toni Mahdalik ärgern die plötzlich aus dem Boden schießenden E-Scooter. Er fordert rasch entsprechende Regeln für diese neue Art der Mobilität. Und - Mahdalik stellt sich hinter die Wiener Taxler!

Das Wien: Frage an einen ehemaligen Profi-Fußballspieler des Wiener Sportclubs – ist der Skandal rund um das KH Nord samt U-Kommission nicht ein aufgelegter Elfer für die FP?
Mahdalik: Das Milliardengrab KH Nord ist ein Skandal der Sonderklasse. Jede Sitzung der U-Kommission bringt weitere erschreckende Erkenntnisse ans Licht und bestätigt uns in der Annahme, dass man unzählige Fehler und Missstände vermeiden hätte können. Die Wiener SPÖ hat beim Skandalbau auf allen Ebenen versagt. Ziel der Kommission ist es nun, die Entscheidungsträger und politisch Verantwortlichen Einzelpersonen ausfindig zu machen und entsprechende Konsequenzen daraus zu ziehen. Mit der Ladung von Ex-Gesundheitsstadträtin Wehsely ist man bereits auf der richtigen Fährte. Die Wiener Steuerzahler haben ein Recht auf lückenlose Aufklärung der zwielichtigen Verstrickungen – schließlich müssen sie für den finanziellen Schaden aufkommen.

Das Wien: Ein Wochenmagazin hat Sie als „Österreichs schrillsten Pateimanager“ bezeichnet. Können Sie dem zustimmen?
Mahdalik: Nunja, diesen Titel habe ich mir wohl durch meine Art, die Dinge beim Namen zu nennen, verdient. Wie will man etwas verändern, wenn man sich nicht traut, klipp und klar zu sagen, wo es klemmt? Ich würde mich allerdings nicht als schrill bezeichnen, sondern eher als „echt wienerisch“.

Das Wien: Sie haben SP-Funktionäre mit Ratten verglichen. Weshalb dieser tierische Vergleich?
Mahdalik: Die Aussage „die Ratten verlassen das sinkende Schiff“ war auf die Postenschacherei der SPÖ Wien in Zusammenhang mit dem Namen Wehsely bezogen. Nach dem Wechsel von Ex-Gesundheitsstadträtin Sonja zu Siemens kehrt nun auch Schwester Tanja dem Wiener Gemeinderat den Rücken und wird Geschäftsführerin der Volkshilfe Wien. Der Name Wehsely dürfte in der SPÖ also ein Garant für einen fixen Versorgungsposten nach der Polit-Karriere sein. Zudem geschah der Rücktritt der „zweiten Wehsely“ nur kurz nach dem Abgang von SPÖ-Bundeschef Christian Kern. Die Genossen sind also von enormen Personalproblemen geplagt – da macht man sich auch von Seiten der Opposition Sorgen um den Fortbestand anderer Parteien./p>

Das Wien: Die E-Scooter-Fahrer nehmen in Wien rasant zu. Fehlen hier klare Regelungen? Und – fahren Sie selbst so ein Gerät?
Mahdalik: Nachdem wird die gelben Chinesen-Radln endlich loswerden konnten, verunstalten nun rechtswidrig stehengelassene E-Scooter das Wiener Ortsbild. Ob im Wienfluss, auf Kreuzungen oder in Hauseingängen – rücksichtslose Nutzer lassen die E-Scooter nach dem Gebrauch einfach in der Gegend liegen. Verkehrsstadträtin Vassilakou muss hier ordentliche Regeln aufstellen, damit das Miteinander im Wiener Straßenverkehr auch funktionieren kann. Bleibt nur zu hoffen, dass E-Scooter-Fahrer neben Radlern nun nicht zu ihren neuen Lieblingen werden. Schließlich muss auch auf Fußgänger und Autofahrer Rücksicht genommen werden.

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