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Dompfarrer Toni Faber
© Suzy Stöckl

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Von Dompfarrer Toni Faber

Ein Stadtpatron für heute

Der 15. März 2020 ist der 200. Todestag unseres Stadtpatrons, des hl. Klemens Maria Hofbauer. Sein Leben war geprägt von vielen Neuanfängen an unterschiedlichen Orten in Europa. So gesehen hat er eigentlich ein modernes Leben geführt: Er war ein europäischer Globetrotter, der sich einem immer neuen Beginnen gestellt hat. Überall hatte er mit Herausforderungen zu kämpfen, immer waren es andere.

Vor allem die finanzielle Situation stand der Erfüllung seinem Herzenswunsch, Priester zu werden, entgegen. Deshalb erlernte er in seiner tschechischen Heimat den Beruf des Bäckers (und ist aus diesem Grund auch deren Patron). Doch wunderbare Fügungen und Gottvertrauen haben immer wieder zu guten Wendungen in seinem Leben geführt. Schließlich konnte er sogar Priester werden, weil er vor dem Riesentor des Domes großzügigen Spenderinnen begegnet ist. Ein wichtiger Teil seiner Lebensgeschichte und seines priesterlichen Wirkens ist mit Wien verbunden: die Sorge um Kranke und Arme, Gottesdienste in Kirchen der Innenstadt, Hausbesuche, Kontakte zu Menschen aller Berufe. Darunter waren auch viele angesehene Persönlichkeiten.

Umgekehrt ist es immer seltener, dass sich Menschen des öffentlichen Lebens zum katholischen Glauben bekennen. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass sich zwei Persönlichkeiten aus religiöser Überzeugung mit dem hl. Klemens Maria auseinandergesetzt haben: MMag. Markus Figl, Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, hat zum 200. Todestag unseres Stadtpatrons eigens ein Gebet verfasst. Und der Künstler Clemens Maria Fuchs (dessen Namenspatron übrigens der hl. Klemens Maria Hofbauer ist) hat den Heiligen dargestellt mit den Kirchen, in denen er gewirkt hat.

Haben auch wir den Mut, uns zu unseren Überzeugungen zu bekennen und sie für andere nutzbar zu machen.

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