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Dompfarrer Toni Faber

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Anstöße
Von Dompfarrer Toni Faber

Hoch hinaus

Die beiden höchsten Gebäude Wiens, den Donauturm (252m) und den DC Tower (250m), durfte ich diese Woche besuchen. Solche „großen“ Seelsorgsaufgaben sind mir genauso lieb wie die Begleitung der „kleinen“ Erstkommunionskindern. Dem Architekten des Donauturms, Hannes Lintl, und seiner lieben Familie bin/war ich seit Jahrzehnten seelsorgerlich nahe. Zunächst ihm, wenige Jahre später seiner Frau durfte ich bei der Bestattung die Ehre des letzten Geleits erweisen. Gerne erinnere mich auch an seine Enkelinnen – heute längst erwachsen – wie sie als fleißige Domministrantinnen zur Freude ihrer Eltern und Großeltern und der ganzen Gemeinde ihren Dienst am Dom leisteten.

Einfach menschlich
Jetzt ist der Donauturm frisch renoviert, das drehbare Turmrestaurant und das Turmcafé präsentieren sich in neuem Glanz, die Aussicht ist sensationell, gerade in diesen frühlinghaften Tagen. An der Stelle der Bungeejumping-Anlage, die ich vor 15 Jahren mit meinem Segen und dem ersten Sprung eröffnete, ist heute am Fuß des Turmes ein großzügiges Braurestaurant mit Gartenterrassen in den Donaupark hinein.
Nicht weit davon entfernt steht der DC Tower, den ich bei seiner Eröffnung als Ganzes, vor zwei Jahren eine komplette Etage für einen österreichischen Mobilfunkanbieter mit ungewöhnlichem Namen gesegnet habe: Der Weinviertler Franz Pichler kam mit seinen Freunden auf die Formel „spusu“ – die Abkürzung für „Sprechen und Surfen“. Nach zwei erfolgreichen Geschäftsjahren reichte der Platz im 38. Stockwerk nicht aus, deshalb wurde zusätzlich der 39. Stock gemietet. Nicht ohne den Segen von oben! Doch auch wenn es hoch hinausgeht: Der Firmenphilosophie entsprechend steht der Mensch im Mittelpunkt: einfach, menschlich, fair. Was kann da noch schiefgehen?

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