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Dompfarrer Toni Faber

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Von Dompfarrer Toni Faber

Ein neues Jahr

Vermutlich war auch Ihnen die Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest zu kurz. Trotzdem konnten wir alle hoffentlich gut feiern. Und jetzt liegt uns das neue Jahr wie ein unverspurter Tiefschneehang zu Füßen. Was wird 2019 für mich persönlich bringen? Hoffentlich etwas anderes als das Getöse des Jahreswechsels bzw. einen klareren Kopf als am Morgen nach der ausgiebig gefeierten Nacht.
Zigtausende Kinder und Jugendliche nutzen die Tage vor dem Fest der Heiligen Drei Könige, um unter deren Patronanz alle Menschen zuhause zu besuchen. Anmutiger melodischer Klang oder auch schon überbelastetes heiseres Krächzen erklingen mit der frohen Botschaft der Menschwerdung – verknüpft mit der Bitte um eine milde Gabe für Entwicklungsprojekte in der ganzen Welt. Auch im heurigen Jahr soll wieder mehr Geld zusammenkommen als beim großartigen Hilfsformat „Licht ins Dunkel“. Bewundernswert, was diese jungen Menschen, die sich das Jahr über ehrenamtlich in ihren Pfarrgemeinden engagieren, zustande bringen!

Gesegneter Anfang
Der Brauch der Beschriftung der Türen mit dem geheimnisvollen 20 + C + M + B + 19 soll nicht nur an den Besuch der legendären Könige oder Weisen aus dem Morgenland mit den vermuteten Namen Casper, Melchior und Balthasar erinnern. Vielmehr ist es das Kürzel eines lateinischen Segensspruchs: Christus mansionem benedicat. Unser Herr Jesus Christus segne dieses Haus/diese Wohnung.
Wenn Gott in unserem Herzen einen Platz findet, wir seine Gegenwart und seinen schützenden Segen für uns und unser Tun erbitten, dann ist schon ein guter Anfang gemacht für all das, was uns dieses Jahr bringen wird. Dann haben mehr Vertrauen und Hoffnung in unserem Leben Platz. Dann gelingt hoffentlich auch ein liebevollerer und aufmerksamerer Umgang miteinander.

Prosit Neujahr!

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