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Dompfarrer Toni Faber

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Anstöße
Von Dompfarrer Toni Faber

Happy birthday, liebe Republik Österreich!

Wir Menschen werden im Schnitt immer älter, ein 100. Geburtstag ist dennoch etwas Besonderes. In diesem Jahr haben wir allen Grund, stolz auf unser Österreich zu sein. Und vor allem dankbar. Denn die Geburt der Republik vor 100 Jahren war keine Selbstverständlichkeit, nur wenige haben ihr ein langes Leben zugetraut. Zu umkämpft war die damalige politische Situation, zu unklar, was aus dem alten Vielvölkerreich tatsächlich an Neuem entstehen könnte.
Gleich zu Beginn gab es die schweren Jahre des Ringens inländischer Kräfte mit- bzw. gegeneinander. Es folgten die dramatische Auslöschung durch Nazideutschland, der schreckliche Krieg und die Jahre des Wiederaufbaus unter fremder Besatzung. Bewundernswert ist die anschließende Erfolgsgeschichte bis hin zum heutigen mauer- und grenzbalkenfreien Europa.

Kirche mittendrin

DWesentlich beteiligt waren immer auch Frauen und Männer der Kirche, die mitgebaut haben an einem Miteinander im Sinne von gegenseitigem Respekt und Angstfreiheit. Jede Gesellschaft kann nun mal nur auf gemeinsamen Werten stehen und wachsen. Natürlich gilt: Jede religiöse Gemeinschaft muss sich an dem messen und beurteilen lassen, was ihr Beitrag dazu ist. Bis heute leistet die Kirche, neben allen Schwächen, Großartiges an Werten und Werken vor allem im Sozial-, Kultur- und Bildungsbereich. Wer sich aktiv daran beteiligt, wird auch weiter in diesem Land herzlich willkommen sein. Die Fragen nach Herkunft, Bildung, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit sind da nachrangig.
Möge unsere Republik Österreich – inmitten eines freien, selbstbewussten Europas, zusammengefügt aus verschiedenen, sich respektierenden und zusammenarbeitenden Nationen – noch mit vielen runden Geburtstagen gefeiert werden!

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