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Strand mit Maske ...

Viele Österreicher beginnen sich schön langsam Gedanken über ihren Sommerurlaub zu machen. Der lange Winter inklusive Dauer-Lockdown hat die Sehnsucht nach Reisen, Sonne, Strand und Meer befeuert. Kein Wunder, dass viele weg wollen. Raus aus dem Homeoffice, raus aus dem Homeschooling, raus aus Österreich. Doch so einfach wird das nicht werden. Noch immer sind auch bei unseren Lieblingsurlaubsländern Italien und Kroatien die Hotels, Restaurants und Strandbars dicht. Wann diese öffnen werden, weiß nicht einmal Italiens Tourismusminister Massimo Garavaglia. Derzeit gilt für Einreisen auch aus EU-Staaten nach Italien weiter, dass zusätzlich zu einem Corona-Test bei der Abreise fünf Tage Quarantäne vorgeschrieben sind plus ein zweiter Corona-Test danach. Unter diesen Umständen ist ein Italienurlaub freilich uninteressant.

Noch kann Italiens Tourismusminister keinen konkreten Fahrplan der Regierung für die Branche verkünden. Der werde bald kommen. Er hoffe, dass es bis Anfang Juni Grund zum Feiern in dem Urlaubsland gebe, sagte er. Bis zum 30. April ist ganz Italien allerdings eine „Rote Zone“ mit strengen Restriktionen, geschlossenen Geschäften und Lokalen. Wann die Sommersaison tatsächlich beginnen wird ist unsicher. Ähnlich die Situation in Kroatien.

Wie soll man da also seinen Sommerurlaub planen? Gar nicht? Zu Hause bleiben? Innerhalb Österreichs Urlaub machen? Oder gleich ganz weit weg? Dubai etwa bietet neben Luxushotels und offener Gastronomie auch noch Corona-Impfungen an. Oder auf die Malediven, die zumindest auf den Touristeninseln von Corona weitgehend verschont geblieben sind? Probleme, die rund eine Million Österreicher samt ihren Familien nicht haben, denn sie können sich keinen Urlaub leisten. Sie sind nämlich arbeitslos oder in Kurzarbeit. Weiters werden wohl auch jene Unternehmer, deren Branchen seit einem Jahr zwangsgeschlossen sind, andere Probleme haben, als auf Urlaub zu fahren. Doch gerade die Tourismusbranche ist eine der vom Lockdown hauptbetroffenen Wirtschaftszweige. Auch die in Österreich. Als Patriot sollte man daher Urlaub in Österreich machen, sofern das möglich sein wird.

Im Moment sieht es allerdings, sowohl in Österreich, als auch sonst überall, recht traurig aus mit Tourismus. Bleibt zu hoffen, dass unser Impfprogramm bis zur Sommersaison endlich Fahrt aufnimmt. Italien setzt dabei auf die rasche Einführung des europäischen Gesundheitspasses, in dem etwa die Corona-Impfungen eingetragen sein sollen. Also quasi dem grünen Pass, den auch Österreich anstrebt. Ob es der EU allerdings gelingt, das in allen Mitgliedsstaaten durchzusetzen ist fraglich. Irgendwer wird sicher dagegen sein.

Noch haben wir knapp drei Monate Zeit bis zum Start der Urlaubssaison. Bis dahin werden wir uns wohl mit großartigen Reiseplänen zurückhalten müssen. Hoffen wir also, dass wir die Pandemie bis dahin in den Griff bekommen.

Heinz Knapp,
Herausgeber


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