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Corona Zahlen – alles nur Schmäh?

Die zentrale Kennzahl für die Bewertung der Coronalage in einem Land ist die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz. Ein Wert, der die positiven Tests, im Verhältnis zur Bevölkerung zeigen soll. Mit der Realität hat diese Zahl allerdings herzlich wenig zu tun. Denn in den meisten Bezirken Österreichs weist diese Zahl mehr Fälle aus, als es dort tatsächlich gibt. Grund dafür ist die Berechnungsmethode. So wird immer auf 100.000 Einwohner hochgerechnet. Ist aber ein Bezirk kleiner, so existieren zahlreiche Fälle nur auf dem Papier.

So ist etwa im Bezirk Tennengau die Sieben-Tages-Inzidenz so hoch wie in keinem anderen österreichischen Bezirk. Deshalb hat man den Bezirk jetzt auch auf „rot“ geschalten. Die offizielle Seite des Bundes weist für den Tennengau einen Wert von 455,5 Fällen pro 100.000 Einwohner aus. Diese Fälle gibt es aber in der Realität gar nicht. Tatsächlich wurden in den vergangenen sieben Tagen lediglich 275 Menschen positiv auf Corona getestet. Der Rest der ausgewiesenen Fälle existiert nur in der Statistik. Der Grund dafür – der Bezirk hat nur 60.000 Einwohner. Der Sieben-Tages-Wert wird aber immer nur pro 100.000 Einwohner angegeben. Die Zahl der Coronafälle wird deshalb einfach hochgerechnet. Das ergibt für den Tennengau eben 455 Fälle. Also um 180 (!) mehr, als es tatsächlich gibt.

Denselben Effekt kann man auch in allen anderen Regionen beobachten, die weniger als 100.000 Einwohner haben. In Österreich sind das 70 der 94 Bezirke. Dass im kleinen Österreich diese Werte auf 100.000 Einwohner berechnet werden, erklärt das Gesundheitsministerium damit, dass der Sieben-Tages-Wert international vergleichbar sein soll. Welche Auswirkungen sich aber durch diese kuriose Art der Berechnung ergeben, wird besonders deutlich, wenn man sie auf bestimmte Gemeinden anwendet.

Beispiel: In Hüttschlag, im Salzburger Pongau, sind derzeit 7 der rund 900 Einwohner positiv auf Corona getestet. In der Sieben-Tages-Inzidenz ergibt das einen Horrorwert von 770 Fällen. Von denen es 763 gar nicht gibt. Das Problem mit dem Hochrechnen auf einen bestimmten Vergleichswert zeigt sich aber auch international. So landen in der Statistik der bisherigen Corona-Fälle, pro Million Einwohner, vor allem Kleinstaaten ganz vorne. Darunter Katar, Andorra, Aruba oder der Vatikan. 26 Fälle hat es im 800 Seelen- Kirchenstaat seit März gegeben. Mathematisch hochgerechnet auf den Vergleichswert sind das über 32.000 Fälle pro Million Einwohner. Es stellt sich die daher die Frage, wie seriös die täglich von der Bundesregierung kolportierten Zahlen an Corona-Fällen tatsächlich sind, oder ob es sich dabei lediglich um Phantasiezahlen handelt, die der Berechnungsmethode geschuldet sind.

Heinz Knapp,
Herausgeber


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