Das Wien

Die Gratis-Wochen­zeitung

Neueste Ausgabe lesen


Hinweis:
Bitte beachten Sie unsere neue
Re­dak­tions­adresse: Kohlmarkt 8-10, 1010 Wien

Geschätzte Leser! Liebe Leserinnen!

Ein Blick in die Glaskugel ...

Stellen wir uns vor, die Vorwürfe gegen Finanzminister Gernot Blümel würden stimmen. Stellen wir uns weiters vor, dass die Opposition recht hat, und es ein sogenanntes „System Kurz“ tatsächlich gibt. Sprich, dass die türkise ÖVP überführt wird, Geld von diversen Großspendern genommen zu haben, und dafür politische Gegenleistungen erbracht hat. Also Gesetze zum Vorteil ihrer Spender geändert, staatliche Aufträge an Gönner vergeben, und/oder den einen oder anderen Posten mit „Freunderln“ besetzt hätte. Das wäre Korruption vom Feinsten und strafbar. Wie gesagt – rein theoretisch.

In diesem fiktiven Fall müsste die gesamte türkise Regierungsmannschaft sofort zurücktreten, beziehungsweise würde vom Bundespräsidenten ihrer Ämter enthoben werden. Die Ära Kurz hätte so ihr unrühmliches Ende gefunden und all die jungen Shootingstars der türkisen ÖVP wären von heute auf morgen brutal entzaubert. Sie müssten von der Regierungsbank auf die Anklagebank wechseln. Österreich hätte einen Politskandal, der seinesgleichen sucht. Damit wäre natürlich auch die Koalition mit den Grünen beendet und Neuwahlen notwendig.

Denken wir dieses fiktive Szenario weiter und stellen uns eine ÖVP ohne Kurz, Blümel und Co. vor. Die Partei müsste innerhalb von sechs Wochen die Ära Kurz samt Korruptionsskandal vergessen, einen neuen Parteiobmann und Spitzenkandidaten finden und einen Wahlkampf schlagen. Keine leichte Aufgabe. Oder besser gesagt eine „Mission Impossible“. Die 40-prozentige Wählerzustimmung würde sich wohl in Luft auflösen.

Damit würden die Karten bei Neuwahlen wohl kräftig gemischt werden. Die ÖVP würde wohl ähnlich wie die FPÖ nach dem Ibiza-Abgang Straches, vom Wähler abgestraft werden. Die Frage ist nur, zu wessen Gunsten? Denn wären die Politiker der Opposition so attraktiv für den Wähler, hätten sie bei den letzten Wahlen mehr Zuspruch erreicht. Haben sie aber nicht. Das heißt aber nichts anderes, als dass sich auch bei den Oppositionsparteien etwas tun müsste. Ist eine Pamela Rendi-Wagner der geeignete Ersatz für Sebastian Kurz? Oder ist es ein Norbert Hofer, oder gar eine Beate Meinl-Reisinger? Aus heutiger Sicht eher nicht.

Man kann also damit rechnen, dass in unserem fiktiven Szenario kein Stein auf dem anderen bleiben würde. Die politische Landschaft in Österreich würde sich drastisch verändern und einen Linksruck sehr wahrscheinlich machen. Das Ergebnis könnte etwa eine Koalition aus SPÖ, Grünen und Neos sein. Für viele ein Albtraum, für andere ein Wunschtraum.

Und da verblasst die Glaskugel auch schon wieder, und wir befinden uns in der Gegenwart, in der die türkise ÖVP genau gegen dieses Szenario ankämpft. Ausgang ungewiss.

Heinz Knapp,
Herausgeber


Aktuelles

Aktuell

Pamela Rendi-Wagner würdigt Bruno Kreisky

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner will „Politik Kreiskys in seinem Sinne weiterführen – das Ziel ist Vollbeschäftigung“.

Details anzeigen

Aktuell | Interview

Medienwelt mag noch frei sein – "Objektiv" aber nicht

Dies hat sich ja auch bei der Ibiza-Sache bestätigt. Es bestand nie ein wirkliches Interesse an einer raschen und fairen Aufklärung.

Details anzeigen


Criticus

"Verordnung in Luft zerissen"

Details anzeigen

Aktuell

Schiff ahoi! Twin City Liner fährt wieder nach Bratislava

Seit 1. August 2020 wieder drei Mal wöchentlich. Mit „Red Ticket“, „Treue Bonus“ und „Super-Freitag“ jetzt noch günstiger reisen.

Details anzeigen


Aktuell | Interview

Polizistin vertritt unser Land bei Bodybuilding-WM

Die Wienerin Ina Lechner: "Ich fokusiere mich auf den Tag X und vertraue dem Fortschritt und meinen Coaches."

Details anzeigen

Aktuell

Anstöße
Von Dompfarrer Toni Faber

Der Steffl bleibt der Steffl

Details anzeigen


Garten-Tipps

Der Pflanzenflüsterer
von Karl Ploberger

Gibt es böse Pflanzen?

Details anzeigen

Aktuell

Mit „Kraftpaket“ aus Krise das fordert Rendi-Wagner

SPÖ-Chefin legt Plan zur Schaffung von 350.000 Arbeitsplätze vor, um wirtschaftliche und soziale Katastrophe zu verhindern.

Details anzeigen


Vorteile von „DAS WIEN“

  • Enormes Verbreitungsgebiet

    Mit diesem enormen Verbreitungsgebiet erreicht die Zeitung Wiener Haushalte und damit Wienerinnen und Wiener.

  • Themenvielfalt

    Neben interessanten Hintergrundberichten und spannenden Interviews erfahren die Leser Wissenswertes über die Wiener Szene, Aktuelles aus Politik und Wirtschaft sowie Neuigkeiten aus den 23 Bezirken.

  • Unabhängige Redaktion

    „DAS WIEN“ bringt regionale, aber auch internationale Berichte und umfangreiche Reportagen. Hautnah und direkt am Geschehen - die Devise der unabhängigen Redaktion.

  • Pflichtlektüre

    „DAS WIEN“ gilt als Pflichtlektüre für Medienprofis, PR-Agenturen, Öffentlichkeitsarbeiter und Anzeigen-Abteilungen.

Zur besten Nutzung dieser Website und zur Bedienerfreundlichkeit werden Cookies verwendet. Diese Website nutzt zusätzlich Google Analytics und Scripte, welche Cookies benutzen. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. [ Mehr zum Datenschutz ].
OK