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Austrian Airlines gehören ohne Wenn und Aber zu Österreich

Seit Wochen ringen die Austrian Airlines (AUA), als Tochter des Lufthansakonzerns, um ihr wirtschaftliches Überleben. Damit sind sie nicht alleine. So geht es derzeit allen Fluglinien weltweit, denn das Coronavirus hat den Flugverkehr weitgehend lahm gelegt. Etliche Airlines werden den Corona-Shutdown wohl nicht überstehen und ihren Betrieb für immer einstellen müssen. Ob „unsere“ AUA zu den Gewinnern oder Verlierern der Krise gehören wird, liegt nun nicht nur beim Management, sondern auch an der Politik. So hat die AUA in Österreich 767 Millionen Euro an Staatshilfen beantragt, um auch nach der Krise wieder abheben zu können.

Es stehen nicht nur die rund 7.000 österreichischen Jobs bei der AUA direkt auf dem Spiel. Neben dem Flughafenstandort Wien-Schwechat ist auch der Wirtschaftsstandort Österreich massiv betroffen, der eine Verbindung in die Welt hinaus braucht. Seit dem Wegfall des Eisernen Vorhangs ist es gelungen, die Passagierzahlen zu versechsfachen. Es ist geglückt, ein Drehkreuz aufzubauen, wo die Menschen aus Osteuropa über Wien kommend in die Welt hinausfliegen. Würde die AUA zusammenbrechen, gibt es niemanden, der dieses Drehkreuz ersetzen könnte. Das würde den Standort Österreich in die Zeit vor 1989 zurückkatapultieren. Zehntausende Arbeitsplätze wären gefährdet.

Das hat die Belegschaft der AUA verstanden. So ist das Bordpersonal bereit, zur Rettung ihrer Fluglinie auf mehr als 200 Millionen Euro Einkommen bis 2023 zu verzichten. Gar nichts kapiert hingegen, haben wieder einmal die Grünen. So schwafelt die für die Luftfahrt ressortverantwortliche Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) von einem „Gesamtpaket“, bei dem „was den Klimaschutz betrifft, noch Herausforderungen anstünden“.

Ihr Parteikollege, immerhin stellvertretender Bundessprecher der Grünen und Klima-Landesrat in OÖ, Stefan Kaineder, meint gar, dass die Zukunft der Flugbranche eindeutig in der Langstrecke liegt. Woher der studierte Theologe diese Vorstellung hat, werden wir wohl nie erfahren. Was wir allerdings wissen ist, was sich der grüne Theologe nicht vorstellen kann. Sagt er doch: „Für eine AUA, die das Problem der Klimakrise verschärft, kann ich mir keine Staatshilfe vorstellen.“

Ich kann mir zum Beispiel auch nicht vorstellen, dass jene zehntausenden Österreicher, deren Jobs direkt oder indirekt vom Flugbetrieb in Schwechat abhängen, die Grünen wählen.

Heinz Knapp,
Herausgeber


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