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Dompfarrer Toni Faber

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Von Dompfarrer Toni Faber

Zirkus fürs Herz

Direkt vor dem Wiener Rathaus hat der Zirkus Roncalli wieder seine Zelte aufgeschlagen. Seit ein paar Wochen lassen Bernhard Paul mit seiner Familie und seinem phantastischen Team die Herzen von Jung bis Alt höher schlagen. Wenn auch der Geruch nach Pferden und Sägespäne ab heuer fehlt, allein das bezaubernde Zelt weckt bei so manchem Zirkusträume und -gefühle.

Hautnah dabei zu sein kann einfach durch keine noch so gute Fernsehübertragung oder ein Youtube-Video ersetzt werden. Die einzelnen Nummern verlangen den Akteuren alles ab. Unglaublich, wie der chinesische Vollblutartist seine Stühle immer höher stapelt und an der Spitze, unter der Zirkuskuppel, tollkühne Kunststücke vollzieht. Sein Körpergewicht scheint nicht zu existieren, wenn er den Handstand sogar einhändig macht und auf den Händen auf eine tiefere Stufe springt. Ängstlich schrecken wir Zuseher auf, um danach in tosenden Applaus auszubrechen. Die Mitglieder der spanischen Turnergruppe schleudern sich gegenseitig nur so durch die Luft. Da stockt einem fast der Atem!

Zum Kind werden

Doch was wäre ein Zirkus ohne Clowns. Sie wecken das Kind in uns Erwachsenen, das sich bei jeder exzellenten Pointe der lustigen und überzeichnenden Darsteller freuen kann. Gern habe ich mein Patenkind Luci zu diesem Zirkusbesuch eingeladen. Das gemeinsame Naschen von Popcorn hat uns geholfen, so manche Spannungsmomente besser auszuhalten. Anderen Kindern und manchem Erwachsenen ist der Mund offen stehen geblieben, sie haben aufs Essen ganz vergessen. Ein Mädchen vor uns hat sich bei den gefährlichsten Momenten sogar die Augen zugehalten und musste von Schwester und Vater erst wieder zum Zuschauen ermutigt werden.
Ja, es ist Zirkuszeit – Roncalli vom Feinsten! Noch bis 18. Okt. in Wien.

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